Ein Haus wird anders gepackt als eine Wohnung, weil es Etagen, Nebenräume und einen Garten hat und weil man beim Packen sonst dreimal dieselbe Treppe läuft. Die Reihenfolge geht von oben nach unten und von selten nach täglich, die Beschriftung braucht drei Zeilen, und die letzte Kiste wird zuerst gepackt und zuletzt eingeladen. Auf dieser Seite stehen die Kartonzahlen je Raum, die Packreihenfolge über die Etagen und die Fehler, die man genau einmal macht.
Packreihenfolge vom Dachboden bis zum Bad
Kartonzahlen je Raum als Einkaufsliste
Drei Zeilen Beschriftung, immer an der Seite
Was abgebaut wird und was stehen bleibt
Die letzte Kiste als eigene Position
Von oben nach unten
Die Reihenfolge über die Etagen
Wer unten anfängt, stellt sich den Weg für alles zu, was noch von oben kommt.
Beginnen Sie auf dem Dachboden, danach kommen Keller und Werkstatt, dann die Räume, die Sie täglich am wenigsten brauchen, und ganz zum Schluss Küche und Bad. Der Grund ist einfach: Alles, was oben steht, muss ohnehin durch das ganze Haus, und je früher es unten im Flur oder in der Scheune bereitsteht, desto weniger Wege entstehen am Umzugstag.
Legen Sie im Erdgeschoss oder in der Scheune eine Stellfläche fest, auf der gepackte Kartons in Reihen stehen, mit der Beschriftung nach vorn. Diese Fläche wächst über die Wochen und ist gleichzeitig Ihre Fortschrittsanzeige. Kartons, die in jedem Zimmer einzeln herumstehen, machen die Wohnung unbenutzbar und lassen sich am Umzugstag nicht zügig verladen.
Ein realistischer Zeitplan für ein Haus sieht drei bis vier Wochen vor. Dachboden und Keller in Woche eins und zwei, die selten benutzten Zimmer in Woche drei, Küche und Bad in den letzten drei Tagen. Wer zwei Wochen vorher anfängt, packt am Ende in Eile, und Eile ist der Grund für die meisten Schäden.
Der Garten läuft nebenher. Gartenmöbel, Kübel und Werkzeug wandern in der letzten Woche an einen Platz im Hof, damit sie am Umzugstag als Block geladen werden können und nicht zwischen den Kartons auftauchen.
Kartons zählen
Wie viele Kartons ein Haus wirklich schluckt
Rechnen Sie mit einem Drittel mehr als Ihre erste Schätzung, und Sie kommen ungefähr hin.
Ein Standard-Umzugskarton fasst rund sechzig Liter. Fünfzehn davon ergeben gestapelt etwa einen Kubikmeter. Für ein Haus mit drei bewohnten Zimmern, Küche, Bad, Keller und Dachboden liegen die meisten Haushalte zwischen siebzig und hundertzwanzig Kartons, dazu zwei bis sechs Kleiderkisten.
Leihen oder kaufen ist eine reine Rechenfrage. Ein Leihkarton kostet 0,90 Euro je Woche, ein gekaufter 1,80 Euro. Ab der dritten Woche ist Kaufen günstiger, dafür haben Sie hinterher hundert Kartons im neuen Keller. Wer drei Wochen packt, fährt mit Leihkartons meistens besser, wer schon weiß, dass er in zwei Jahren wieder umzieht, kauft.
Kleiderkisten mit Stange kosten 3,50 Euro je Woche und sind der einzige Posten, an dem sich Sparen selten lohnt. Hemden, Blusen, Mäntel und Anzüge hängen darin, wie sie im Schrank hingen, und müssen im neuen Haus nicht gebügelt werden. Zwei bis vier Stück reichen für die meisten Haushalte, weil sie am Zielort ausgeräumt und ein zweites Mal befüllt werden können.
Beim übrigen Material rechnen Sie mit zehn Kilogramm Packpapier für 14 Euro je Haushalt, einer Rolle Luftpolsterfolie mit fünfzig Metern für 19 Euro und Möbeldecken für 2,50 Euro je Stück und Woche. Decken brauchen Sie für Tischplatten, Schrankwände, Spiegel und alles, was lackiert ist.
Drei Zeilen
Beschriften, damit im neuen Haus niemand suchen muss
Ein Wort wie Küche auf dem Deckel ist keine Beschriftung, es ist eine Vermutung.
Schreiben Sie drei Zeilen auf jeden Karton: erstens den Zielraum im neuen Haus samt Etage, zweitens den Inhalt in drei bis fünf Stichworten, drittens eine Dringlichkeit. Zwei Stufen reichen: sofort oder später. Wer will, nummeriert die Kartons durch und führt eine Liste, aber die drei Zeilen sind der Teil, der wirklich Zeit spart.
Beschriften Sie an der Seite, nicht auf dem Deckel. Kartons werden gestapelt, und der Deckel ist danach unsichtbar. Zwei gegenüberliegende Seiten sind besser als eine, weil niemand weiß, wie herum der Stapel im Zimmer steht. Nehmen Sie einen dicken Stift, kein Kugelschreiber überlebt einen Umzugstag lesbar.
Der Zielraum ist wichtiger als der Herkunftsraum. Wenn das Arbeitszimmer im neuen Haus unter dem Dach liegt, steht auf dem Karton Dachgeschoss Arbeitszimmer und nicht Wohnzimmer unten links. Alles, was falsch abgestellt wird, tragen Sie ein zweites Mal, und zwar allein.
Farbe hilft bei Etagen. Ein farbiger Klebestreifen je Etage, an der Tür des Zielraums derselbe Streifen: Damit findet auch jemand den richtigen Raum, der Ihr Haus zum ersten Mal betritt. Das ist schneller vorbereitet, als es klingt, und spart am Umzugstag mehr Zeit als jede Liste.
Richtig füllen
Schwer nach unten, Hohlraum füllen, Deckel schließen
Ein Karton, der sich beim Anheben verformt, ist falsch gepackt und wird nicht besser, wenn man ihn trägt.
Zwanzig bis fünfundzwanzig Kilogramm sind die Grenze für einen Karton, den eine Person allein tragen soll. Bücher und Werkzeug reißen diese Grenze in einem großen Karton sofort, deshalb gehören sie in kleine Kartons, halbvoll, den Rest mit Leichtem aufgefüllt. Ein voller Bücherkarton, den niemand heben kann, wird später im Flur einmal umgepackt und kostet dieselbe Zeit doppelt.
Schweres nach unten, Leichtes nach oben, und Hohlräume werden gefüllt. Ein halbleerer Karton bricht ein, sobald ein zweiter darauf steht. Zeitungspapier, Handtücher, Bettwäsche und Kissen sind das beste Füllmaterial, weil sie ohnehin mit müssen.
Geschirr wird stehend gepackt, nicht gestapelt. Teller auf die Kante gestellt, jeder einzeln in Papier, Gläser ebenfalls stehend und in der obersten Lage. Zwischen die Lagen kommt Pappe. So gepackt hält ein Karton auch den Moment aus, in dem ihn jemand etwas zu schnell absetzt.
Der Deckel wird geschlossen und verklebt, auch wenn der Karton nicht ganz voll ist. Offene Kartons lassen sich nicht stapeln, und im Wagen ist Stapelbarkeit der Unterschied zwischen einer Fahrt und zwei. Ein Streifen Klebeband über die Naht, quer, nicht längs, dann hält der Boden.
Bücher in kleine Kartons, höchstens halb voll
Teller stehend auf der Kante, Gläser in die obere Lage
Hohlräume mit Textilien füllen statt mit Luft
Schrauben, Winkel und Dübel je Möbelstück in eine beschriftete Tüte
Kartons immer verkleben, auch die halb vollen
Schrank oder nicht
Abbauen oder stehen lassen
Nicht jedes Möbelstück gewinnt dabei, dass man es zerlegt.
Abgebaut werden Betten, große Schrankwände, Kleiderschränke über zwei Meter Breite, Regale über zwei Meter Höhe und alles, was durch keine Tür und keine Treppenkurve passt. Der Schrauber rechnet dafür ab 28 Euro je Stunde, wenn Sie es nicht selbst machen wollen.
Stehen bleiben dürfen Kommoden, kleine Regale und Sideboards, wenn sie leer sind und die Schubladen gesichert werden. Ein zerlegtes Möbelstück ist nicht automatisch besser: Jede Verbindung in altem Pressspan wird beim zweiten Aufbau lockerer, und manche Schränke überleben genau einen Abbau.
Legen Sie für jedes zerlegte Stück eine beschriftete Tüte mit Schrauben, Dübeln und Beschlägen an und kleben Sie sie an ein großes Teil desselben Möbels, nicht in eine Sammelkiste. Fotografieren Sie die Rückseite und die Verbindungen, bevor Sie den ersten Winkel lösen. Diese zwei Fotos ersparen im neuen Haus eine halbe Stunde Rätselraten.
Schubladen und Türen werden mit Stretchfolie oder Klebeband gesichert, aber nie mit Klebeband direkt auf lackiertem Holz. Es zieht beim Abziehen die Oberfläche mit. Möbeldecken für 2,50 Euro je Stück und Woche sind an dieser Stelle die günstigere Lösung.
Geräte vorbereiten
Waschmaschine, Kühlschrank, Herd
Drei Geräte, drei verschiedene Vorbereitungen, und alle drei brauchen Vorlauf.
Die Waschmaschine braucht die Transportsicherung. Das sind die Schrauben, die beim Aufstellen entfernt wurden und meistens hinten am Gerät oder in der Kellerkiste liegen. Ohne sie schlägt die Trommel im Transport gegen das Gehäuse, und der Schaden ist danach nicht zu beheben. Fehlen die Schrauben, gibt es sie als Ersatzteil, aber nicht am Umzugsmorgen. Vorher Wasser ablassen, Schlauch abschrauben, Flusensieb öffnen und den Rest in eine Schüssel laufen lassen.
Der Kühlschrank wird mindestens vierundzwanzig Stunden vorher abgetaut, ausgewischt und trocken gelassen. Danach bleibt die Tür offen, sonst riecht das Gerät am Zielort. Nach dem Transport muss er stehen, bevor er wieder ans Netz kommt: einige Stunden reichen, wenn er aufrecht gefahren wurde, ansonsten eher ein halber Tag, damit sich das Öl im Kompressor setzt.
Beim Herd hängt alles am Anschluss. Ein Elektroherd mit Starkstrom wird von einer Fachkraft angeklemmt, ein Gasherd ohnehin. Planen Sie diesen Termin am Zielort ein, bevor der Umzugstag steht, sonst kochen Sie die erste Woche auf zwei Platten.
Fernseher, Rechner und Bildschirme reisen aufrecht, in Decken gewickelt und möglichst mit ihrem Originalkarton, wenn er noch da ist. Kabel kommen mit einem Klebestreifen beschriftet in eine eigene Kiste, die zur letzten Kiste gehört und nicht im Wagen verschwindet.
Die letzte Kiste
Was am ersten Abend greifbar sein muss
Sie wird zuerst gepackt, fährt im eigenen Auto mit und wird zuletzt ausgeladen.
Diese Kiste rettet den ersten Abend im neuen Haus. Sie fährt nicht im Umzugswagen, sondern im eigenen Auto, und sie ist die einzige Kiste, die deutlich und groß beschriftet wird, damit niemand sie versehentlich verlädt.
Hinein gehören Werkzeug fürs Bettaufbauen, Kaffee mit Zubehör, Handtücher, Toilettenpapier, Seife, Medikamente, Ladegeräte, Bettwäsche für alle, ein paar Glühbirnen, Müllsäcke, Schere und Messer, Zollstock, ein Reinigungsmittel, Wasser und etwas zu essen, das ohne Küche funktioniert. Dazu die Mappe mit Verträgen, Uebergabeprotokollen und Schlüsseln.
Im Haus mit Garten kommt eine Kleinigkeit dazu, an die in der Wohnung niemand denkt: eine Taschenlampe und ein Verlängerungskabel. Außenbeleuchtung, Kellerlicht und Schuppen sind am ersten Abend selten so, wie man sie braucht, und im Dunkeln über einen unbekannten Hof zu laufen, ist der schlechteste Abschluss eines langen Tages.
Wenn Sie den Umzug lieber begleiten lassen, statt selbst zu packen: Der Packservice beginnt bei 25 Euro je Stunde und lässt sich auf einzelne Räume beschränken, meistens Küche und Arbeitszimmer. Nennen Sie die gewünschten Räume über das Anfrageformular, dann steht die Position mit Stundenzahl im Angebot.
Fragen rund um Kartons, Beschriftung und Möbel
Sieben Antworten auf das, was beim Packen im Haus am häufigsten schiefgeht.
Wann fange ich mit dem Packen an?
Drei bis vier Wochen vor dem Termin, beginnend auf dem Dachboden. Wer später anfängt, packt in Eile, und in Eile entstehen die meisten Schäden und die unbeschrifteten Kartons. Küche und Bad kommen bewusst erst in den letzten drei Tagen dran, weil sie bis dahin gebraucht werden.
Leihen oder kaufen ist günstiger?
Bis zwei Wochen leihen, ab drei Wochen kaufen. Der Leihkarton kostet 0,90 Euro je Woche, der gekaufte 1,80 Euro einmalig. Rechnen Sie mit, dass gekaufte Kartons danach Platz brauchen, und dass Leihkartons zurückgegeben werden müssen, was einen zusätzlichen Weg bedeutet.
Wie schwer darf ein Karton sein?
Höchstens zwanzig bis fünfundzwanzig Kilogramm. Praktischer Test: Wenn Sie ihn nicht allein und ohne Schwung eine Treppe hinuntertragen wollen, ist er zu schwer. Bücher und Werkzeug gehören deshalb in kleine Kartons, die nur halb gefüllt und oben mit Leichtem aufgefüllt werden.
Muss ich Schränke selbst abbauen?
Nein. Der Ab- und Aufbau lässt sich mitbuchen, der Schrauber beginnt bei 28 Euro je Stunde. Wenn Sie selbst abbauen, sichern Sie die Beschläge in einer beschrifteten Tüte am Möbelstück und fotografieren Sie die Verbindungen vorher. Alte Pressspanschränke überleben oft nur einen einzigen Abbau.
Was ist mit der Waschmaschine?
Sie braucht ihre Transportsicherung, sonst schlägt die Trommel im Wagen an. Suchen Sie die Schrauben rechtzeitig, sie liegen meistens im Keller oder hinter dem Gerät. Vorher Wasser ablassen, Zulauf abschrauben und das Flusensieb leeren, sonst läuft der Rest im Wagen aus.
Wie beschrifte ich am besten?
Drei Zeilen mit dickem Stift an zwei gegenüberliegenden Seiten: Zielraum mit Etage, Inhalt in Stichworten, sofort oder später. Nie nur auf den Deckel, weil gestapelt wird. Ein Farbstreifen je Etage am Karton und an der Zimmertür sorgt dafür, dass Kartons beim Abladen gleich richtig landen.
Kann ich das Packen abgeben?
Ja, der Packservice beginnt bei 25 Euro je Stunde und lässt sich auf einzelne Räume begrenzen. Am häufigsten sind Küche und Arbeitszimmer, weil sie am meisten Kleinteile haben. Geben Sie die Räume und die gewünschte Woche im Anfrageformular an, dann steht der Posten mit Stundenzahl im Angebot.
Zum Nachrechnen
Kartons je Raum in der Reihenfolge, in der gepackt wird
Von oben nach unten gelesen ergibt die Tabelle gleichzeitig den Zeitplan.
Raum
Wann gepackt wird
Kartons
Was extra dazukommt
Dachboden
Woche eins
10 bis 20
Sortieren geht vor Packen
Keller und Werkstatt
Woche eins bis zwei
8 bis 15
kleine Kartons für Werkzeug
Gästezimmer
Woche zwei
5 bis 8
Bettgestell abbauen
Wohnzimmer
Woche drei
12 bis 18
Decken für Tisch und Schrankwand
Arbeitszimmer
Woche drei
8 bis 12
Kabel beschriftet in eine Kiste
Kinderzimmer
Woche drei bis vier
8 bis 12
eine Kiste bleibt bis zuletzt offen
Schlafzimmer
letzte Woche
8 bis 12
2 bis 4 Kleiderkisten
Küche
letzte drei Tage
12 bis 18
Papier, Pappe zwischen den Lagen
Bad
letzter Tag
3 bis 5
Flüssiges getrennt und stehend
Karton leihen 0,90 Euro je Woche, kaufen 1,80 Euro, Kleiderkiste 3,50 Euro je Woche, Packpapier 10 kg 14 Euro, Luftpolsterfolie 50 m 19 Euro, Möbeldecke 2,50 Euro je Woche. Alle Beträge inklusive Mehrwertsteuer.
Zum Nachlesen
Weiter in derselben Gruppe
Verwandte Seiten. Dort geht es um dieselbe Sache unter anderen Bedingungen.