In einem Siedlungshaus mit Garten oder einer alten Hofanlage steht meistens mehr als in der Wohnung, aus der jemand einmal eingezogen ist. Vor dem Umzug wird deshalb nicht gepackt, sondern zuerst getrennt: was mitkommt, was Sperrmüll ist, was als Wertstoff verwertet wird und was als Sondermüll weder in den Wagen noch in den Container darf. Diese Seite zeigt, wie Sie in einem Nachmittag sortieren und wie Sie die Kubikmeter selbst schätzen, bevor Sie eine Menge nennen.
Vier Stapel und die Regel, was in welchen gehört
Formel für Kubikmeter: Fläche mal Höhe mal 0,6
Liste der Dinge, die kein Umzugswagen mitnimmt
Werkzeug, Gartengerät und Vorräte richtig vorbereiten
Räumen nach Kubikmeter oder Altlasten nach Zeit
Vier Stapel
Umzugsgut, Sperrmüll, Wertstoff, Sondermüll
Ein einziger Haufen ist der teuerste Fehler, weil ihn später jemand von Hand auseinandernehmen muss.
Legen Sie im Hof oder in der Scheune vier Flächen fest und markieren Sie sie mit Kreide, Klebeband oder einfach einer alten Palette. Alles, was Sie in die Hand nehmen, wandert genau einmal, und zwar auf einen dieser vier Plätze. Was Sie zweimal anfassen, kostet zweimal Zeit.
In das Umzugsgut kommt nur, was im neuen Haus einen festen Platz hat. Das ist die härteste Regel des ganzen Tages und die einzige, die wirklich Geld spart. Ein Karton, den Sie mitnehmen und dort ungeöffnet auf den neuen Dachboden stellen, hat den Transport, den Raum und Ihre Zeit gekostet und Ihnen nichts gebracht.
Sperrmüll ist alles, was zu groß für die Tonne, aber weder Wertstoff noch gefährlich ist: durchgesessene Sessel, Matratzen, Teppiche, zerlegte Pressspanschränke, Rollläden, Kinderzeug aus Kunststoff. Wertstoff sind Metall, sauberes Altholz, Papier, Glas und Elektrogeräte, die getrennt verwertet werden. Sondermüll ist der vierte Stapel, und er ist der wichtigste, weil er alles andere unbrauchbar macht, sobald etwas ausgelaufen ist.
Ein Nachmittag Dachboden
Wie Sie einen vollen Speicher der Reihe nach leer bekommen
Von der Tür weg arbeiten, nicht von der spannendsten Kiste aus.
Der Fehler, den fast alle machen: Man beginnt in der Mitte bei der Kiste mit den Fotos, sitzt eine Stunde später immer noch dort und hat nichts bewegt. Fangen Sie an der Tür an, arbeiten Sie in Streifen und stellen Sie alles Persönliche unangesehen in eine gesonderte Kiste, die Sie abends im Wohnzimmer durchsehen.
Licht und Verlängerungskabel legen, bevor Sie hinaufgehen, dazu Handschuhe, Staubmaske und Müllsäcke.
Einen freien Streifen an der Tür schaffen, damit es einen Ort gibt, auf dem sortiert wird.
In Streifen von rund einem Meter von der Tür weg arbeiten, jedes Stück genau einmal anfassen.
Persönliches ungeprüfte in eine Sammelkiste, Papiere in eine zweite, beides abends unten sichten.
Sperriges nach unten schaffen, solange noch Kraft da ist, Kleinteile gehen auch am Abend.
Am Ende den Boden fegen und fotografieren: Das Foto ist die ehrlichste Mengenangabe für die Anfrage.
Menge schätzen
Fläche mal Höhe mal 0,6
Zwischen dem Raum, den etwas belegt, und dem Volumen, das es wirklich hat, liegen rund vierzig Prozent Luft.
Messen Sie die Fläche, auf der etwas steht, und schätzen Sie die durchschnittliche Stapelhöhe. Multiplizieren Sie beides und ziehen Sie vierzig Prozent ab, indem Sie mit 0,6 malnehmen. Ein Dachboden von 25 Quadratmetern, brusthoch vollgestellt, also rund 1,3 Meter, ergibt 25 mal 1,3 mal 0,6 und damit etwa zwanzig Kubikmeter. Das ist genauer, als die meisten Menschen frei schätzen, und es ist in fünf Minuten getan.
Der Faktor 0,6 ist bewusst großzügig gewählt. Ein Stapel Kisten hat weniger Luft, ein Berg aus Fahrrädern, Stühlen und Gartenschläuchen deutlich mehr. Wer sauber vorsortiert und in Kartons stapelt, landet näher bei 0,8, wer alles liegen lässt, wie es fällt, eher bei 0,5. Für eine erste Zahl reicht die Mitte.
Rechnen Sie zum Vergleich mit rund fünfzehn gefüllten Umzugskartons je Kubikmeter. Wenn Sie sich einen vollen Kubikmeter also nicht vorstellen können: Es ist ein Würfel von einem Meter Kantenlänge, und da gehen fünfzehn Kartons hinein, gestapelt und ohne Luft dazwischen.
Werkstatt
Werkzeug, Maschinen und die Kiste mit den Schrauben
Werkzeug ist schwer, spitz und wertvoll, und genau in dieser Reihenfolge wird es verpackt.
Handwerkzeug kommt in kleine, stabile Kartons, niemals in große. Ein großer Karton mit Werkzeug wiegt mehr als fünfzig Kilogramm, reißt am Boden auf und ist von zwei Personen nicht sauber zu tragen. Faustregel: Ein Karton, den Sie nicht allein die Treppe hinuntertragen wollen, ist falsch gepackt.
Sägen, Beitel und Hobelmesser bekommen einen Kantenschutz aus Wellpappe und Klebeband. Kreissägeblätter wandern flach zwischen zwei Kartonstücke. Alles, was schneidet, wird so verpackt, dass es niemand versehentlich anfasst, wenn er in den Karton greift.
Maschinen mit Motor bleiben möglichst in ihrem Koffer. Fehlt der Koffer, kommt die Maschine in eine Kiste mit fester Wand, Kabel aufgerollt daneben, nicht um das Gerät gewickelt. Bohrmaschinen, Winkelschleifer und Akkuschrauber vertragen den Transport gut, ihre Ladegeräte und Akkus gehören aber getrennt und trocken verpackt.
Die Kiste mit den Schrauben ist ein eigener Fall. Sortierkästen kippen im Wagen um, wenn sie nicht flach liegen und der Deckel nicht gesichert ist. Ein Streifen Klebeband über jeden Kasten und ein flaches Liegen im Karton verhindern, dass Sie im neuen Haus drei Stunden lang sortieren, was zehn Jahre lang sortiert war.
Der Schuppen ist der Ort, an dem Umzugsgut und Sondermüll am dichtesten beieinanderstehen.
Rasenmäher, Freischneider, Motorsäge und Häcksler werden vor dem Transport entleert. Benzin und Öl gehören nicht in einen geschlossenen Wagen, und ein liegender Motor mit Restöl im Kurbelgehäuse macht auf der Ladefläche einen Fleck, der bleibt. Tank leerfahren ist einfacher als absaugen: Lassen Sie das Gerät die letzte Woche vor dem Umzug einfach leer laufen.
Spaten, Harke, Forke und Rechen werden abgekehrt, denn Erde an den Blättern wird im Wagen zu Staub auf allem anderen. Binden Sie die Stiele zu Bündeln von vier bis sechs Stück zusammen, dann sind sie ein Transportstück statt sechs Einzelteile, die durch die Ladefläche rutschen.
Blumentöpfe, Kübel und Pflanzsteine sind schwer und billig. Rechnen Sie ehrlich nach, ob sich der Transport lohnt: Ein Kubikmeter Töpfe wiegt mehr als ein Kubikmeter Bücher und kostet dasselbe an Ladevolumen. Was ohnehin gesprungen ist, bleibt hier.
Gasflaschen, volle Kanister, Dünger in aufgerissenen Säcken und Pflanzenschutzmittel gehen den Weg des vierten Stapels. Sie fahren in keinem Umzugswagen mit, unabhängig davon, wie gut sie verschlossen sind.
Benzin- und Ölgeräte leer fahren, statt sie abzusaugen
Stiele zu Bündeln binden, Blätter vorher abkehren
Töpfe und Pflanzsteine ehrlich gegen das Ladevolumen rechnen
Dünger, Pflanzenschutz und Gasflaschen bleiben grundsätzlich zurück
Keller und Vorrat
Eingemachtes, Kartoffeln und die halben Farbeimer
Vorräte sind das Umzugsgut mit der kürzesten Haltbarkeit und dem größten Bruchrisiko.
Einweckgläser kommen in kleine Kartons, stehend, jedes einzeln in Papier, und der Karton wird nur so hoch gefüllt, dass Sie ihn noch heben können. Zwei Lagen Gläser sind das Maximum, dazwischen ein Stück Pappe. Ein umgekippter Karton mit eingemachten Pflaumen macht den halben Wagen unbrauchbar.
Kartoffeln, Aepfel und Zwiebeln aus dem Keller reisen in offenen Kisten und ganz zum Schluss, damit sie oben stehen und nicht gequetscht werden. Angebrochene Lebensmittel im Kühlschrank kommen weg, nicht mit. Rechnen Sie die letzten zwei Wochen vor dem Umzug bewusst mit weniger Einkauf.
Halbe Farbeimer sind der Klassiker aus jedem Keller. Getrocknete Reste in offenen Eimern gehören zum Sondermüll, ebenso Lackreste, Lösungsmittel, Beizen, Altöl, Bremsflüssigkeit und alte Holzschutzmittel. Ausgehärtete, vollständig durchgetrocknete Dispersionsfarbe ist dagegen meistens harmlos. Wer sich nicht sicher ist, lässt den Eimer geschlossen und fragt bei der Annahmestelle nach, statt ihn in den Container zu kippen.
Wellasbestplatten und alte Eternitreste, die in Scheunen und hinter Schuppen liegen, sind kein Sperrmüll und kein Fall für den Umzugswagen. Sie brauchen einen Fachbetrieb und eine eigene Entsorgung. Rühren Sie die Platten nicht an und brechen Sie sie erst recht nicht klein.
Scheune zuletzt
Warum die Scheune ganz am Ende drankommt
Sie ist der einzige Raum, der beim Sortieren gleichzeitig Lager und Baustelle sein kann.
Solange die Scheune leer genug ist, dient sie als Sortierfläche für alles andere. Wer sie zuerst räumt, verliert diesen Platz und stellt danach den Hof zu. Halten Sie in der Scheune eine freie Fläche von wenigstens zwanzig Quadratmetern frei und füllen Sie sie in genau der Reihenfolge, in der später geladen wird: hinten das, was zuletzt in den Wagen soll.
Was Sie nicht selbst wegbringen wollen, wird nach Kubikmetern gerechnet. Räumen beginnt bei 39 Euro je Kubikmeter, das Aufräumen von Gartenhaus und Hoffläche bei 45 Euro je Stunde. Für Altlasten, bei denen sich das Volumen vorher nicht sauber bestimmen lässt, gibt es die Abrechnung nach Zeit ab 15 Euro. Alle Beträge verstehen sich einschließlich Mehrwertsteuer.
Für die Anfrage brauchen wir keine Inventarliste. Es genügt die geschätzte Kubikmeterzahl je Fläche, ein Hinweis darauf, ob Sondermüll dabei ist, und die Angabe, ob der Wagen bis vor die Scheunentür kommt. Das lässt sich in vier Zeilen über das Anfrageformular schicken.
Was beim Räumen alter Häuser immer gefragt wird
Sechs Punkte, an denen sich beim Sortieren regelmäßig entscheidet, ob es teuer wird.
Woran erkenne ich Sondermüll sicher?
An drei Merkmalen: Es ist flüssig oder war es einmal, es hat ein Gefahrensymbol auf dem Etikett, oder es enthält Motor, Akku oder Leuchtmittel. Farben, Lacke, Lösungsmittel, Altöl, Pflanzenschutz, Autobatterien, Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen fallen darunter. Im Zweifel bleibt der Behälter zu und geht zur Annahmestelle statt in den Container.
Räumen Sie den Dachboden mit weg oder nur den Umzug?
Beides lässt sich in einem Termin machen. Geräumt wird nach Kubikmetern ab 39 Euro, das Aufräumen von Gartenhaus und Hoffläche nach Zeit ab 45 Euro je Stunde. Sondermüll wird davon getrennt behandelt und nicht mitgenommen. Nennen Sie in der Anfrage die geschätzten Kubikmeter, dann steht die Zahl im Angebot.
Was passiert mit Maschinen und schwerem Werkzeug?
Sie fahren mit, wenn sie leer, sauber und gesichert sind. Motorgeräte ohne Kraftstoff, Klingen mit Kantenschutz, Sortierkästen flach und verklebt. Eine Standbohrmaschine oder ein Amboss wird als Einzelstück behandelt und in der Anfrage genannt, weil sie zu zweit getragen und im Wagen eigens verzurrt werden.
Dürfen Benzinkanister und Gasflaschen mit?
Nein, weder voll noch angeblich leer. Dasselbe gilt für Spraydosen in größerer Zahl und offene Farbeimer. Planen Sie diese Dinge von vornherein als eigene Fahrt zur Annahmestelle ein, am besten in der Woche vor dem Umzug, damit sie am Umzugstag nicht mehr im Weg stehen.
Wie genau muss meine Kubikmeterzahl stimmen?
Eine Abweichung von zehn bis fünfzehn Prozent ist normal und ändert an der Planung nichts. Kritisch wird es erst, wenn aus geschätzten fünfzehn Kubikmetern dreißig werden, denn dann passt die Wagengröße nicht mehr. Lieber großzügig schätzen und ein Foto je Raum mitschicken, das korrigiert die Zahl von allein.
Was mache ich mit Möbeln, die noch gut sind?
Trennen Sie sie vom Sperrmüllstapel und stellen Sie sie separat. Massivholz, alte Schränke und funktionierende Geräte finden im Ort oder in der Umgebung fast immer jemanden, wenn Sie zwei Wochen Vorlauf einplanen. Was bis zur letzten Woche niemand geholt hat, wandert dann zum Sperrmüll und nicht wieder auf den Dachboden.
Zum Nachrechnen
Kubikmeter schätzen, bevor jemand kommt
Grundfläche mal durchschnittliche Stapelhöhe mal 0,6, gerundet auf ganze Kubikmeter.
Fläche
Wie hoch es steht
Rechnung
Ergibt rund
Scheunenfach 30 m²
zwei Meter hoch
30 mal 2,0 mal 0,6
36 m³
Dachboden 25 m²
brusthoch, 1,3 m
25 mal 1,3 mal 0,6
20 m³
Dachboden 25 m²
knietief, 0,5 m
25 mal 0,5 mal 0,6
8 m³
Garage 18 m²
schulterhoch, 1,5 m
18 mal 1,5 mal 0,6
16 m³
Keller 15 m²
hüfthoch, 1,0 m
15 mal 1,0 mal 0,6
9 m³
Gartenhaus 8 m²
hüfthoch, 1,5 m
8 mal 1,5 mal 0,6
7 m³
Hofecke 6 m²
einen Meter hoch
6 mal 1,0 mal 0,6
4 m³
Räumen ab 39 Euro je Kubikmeter, Gartenhaus und Hoffläche ab 45 Euro je Stunde, Altlasten nach Zeit ab 15 Euro. Alle Beträge inklusive Mehrwertsteuer.
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